19.8.2017 : 18:30

1.Jedem Therapiebegleithundführer ist der Hygieneplan seiner Einrichtung (oder

der Einrichtung in der er mit dem Hund zu Gast ist) bekannt und er hält diesen

nach bestem Wissen und Gewissen ein.

2. Jeder Therapiebegeithund wird gesund und ausgeglichen ernährt und die geltenden

Tierschutzbedingungen werden eingehalten.

3. Lebensmittel die für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind werden vom

Hund ferngehalten und getrennt vom Hundefutter aufbewahrt.

4. Vor der Zubereitung von Lebensmitteln bzw. vor dem Essen werden die Hände

sorgfältig gewaschen und ggf. desinfiziert.

5. Nach intensivem Streicheln oder Lecken sind die Hände und die beleckten Körperteile

zu waschen, bei Abwehrgeschwächten erfolgt eine Desinfektion. Das

Lecken im Gesicht ist grundsätzlich nicht erlaubt.

6. Beim Auftragen z.B. von Vitaminpaste aus der Tube sind Q-Tipps, Holz-Spatel

oder andere Träger zu verwenden, damit die Tubenöffnung nicht mit der Haut

des Klienten in Berührung kommt.

7. Besonders bei klinischem Personal ist darauf zu achten, dass ein Hände waschen

und desinfizieren nach dem Umgang mit dem Hund und vor dem Umgang

mit dem nächsten Patienten erfolgt.

8. Beim Setzen/Legen des Hundes auf das Bett von Kranken sind kochfeste Laken

unterzulegen die bei jedem Patienten und nach jedem Einsatz gewechselt werden.

9. Nach Urinieren/Absetzen von Kot durch den Hund in der Einrichtung erfolgt

eine Grobreingung mit einem Einmalhandtuch und eine gezielte, auf die betroffene

Stelle beschränkte Nachdesinfektion mit einem alkoholischen Flächendesinfektionsmittel,

das fettlösende Eigenschaften und eine kurze Einwirkzeit

aufweist.

10. Der Kot im Gelände der Einrichtung wird vom Hundehalter angemessen und

zeitnah entsorgt.

Maßnahmen im Bezug auf den Hund

1. Der Hund ist frei von, für Menschen ansteckenden Erkrankungen.

2. Bei akuter Erkrankung oder einem ungeklärten Krankheitsbild wird der Hund

nicht eingesetzt.

3. Es besteht ein vollständiger Impfschutz des Hundes. Dieser kann durch Eintragungen

im Impfbuch des Hundes nachgewiesen werden.

4. Der Hund wird nachweislich mindestens alle drei Monate entwurmt.

5. Es erfolgt ein zeitnahes Entfernen und eine prophylaktische Behandlung von

Ektoparasiten (Zecken, Flöhe, Milben, etc.). Bei Spot-on Präperaten ist darauf

zu achten, dass diese so angewandt werden, dass danach wenigstens 24 Stunden

keine Kontakte zu Klienten stattfinden.

6. Der Hund wird regelmäßig alle sechs Monate oder unverzüglich bei akuter Erkrankung

einem Tierarzt zum Gesundheitscheck vorgestellt.

7. Folgende Unterlagen sind im Original und in Kopie auf neuestem Stand aufzubewahren:

Prüfungsbescheinigung, Impfpass, Entwurmungsprotokoll, Dokumentation

über Tierarztbesuche, Versicherungsnachweise.

8. Die Umgebung des Hundes sollte sichtbar sauber und ordentlich gestaltet sein.

Dazu gehört, dass der Fußboden vom Aufenthaltsbereich des Hundes regelmäßig

1-2 mal pro Woche gereinigt wird. Das der Liegebereich wenigstens einmal

in der Woche zu reinigen ist, dass die Hundedecke bei hohen Temperaturen ein-

einmal

wöchentlich gewaschen

wird und dass der Fress- und

Wassernapf des Hundes täglich

gereinigt werden.

9. Der Hund sollte regelmäßig

gewaschen und gebürstet

werden.

10. Spielmaterial das vom Hund

benutzt wird, wird in einer seperaten

Kiste aufbewahrt und

regelmäßig gereinigt.

Zugangseinschränkungen für Tiere

Folgende Bereiche der Einrichtung dürfen vom

Hund in der Regel nicht betreten werden: 

1. Küche.

2. Tee- bzw. Verteilerküche.

3. Kantine.

4. Bäder.

5. Toiletten.

6. Wäscherei.

7. Wäschelager.

8. Vorratsraum.

9. Untersuchungszimmer.

10. Zimmer und Aufenthaltsräume

von Menschen mit bekannten

Hundehaarallergien.

11. Zimmer und Aufenthaltsräume von Menschen mit akuten Erkrankungen, es sei

denn es liegt eine gegenteilige schriftliche Aussage des behandelnden Arztes

vor.

12. Zimmer von Menschen mit ausgedehnten Ekzemen.

13. Zimmer und Aufenthaltsräume von Menschen mit multiresistenten oder sehr

infektiösen Erregern besiedelt oder infiziert sind.

14. Zimmer und Aufenthaltsräume von stark abwehrgeschwächten Menschen mit

einer schweren Störung des Immunsystems, z.B. ausgeprägte Allergien, Asthma,

schwere Formen der Neurodermitis es sei denn es liegt eine gegenteilige

schriftliche Aussage des behandelnden Arztes vor.

15. Zimmer von Menschen mit stark immunsupprimierende Erkrankungen bzw. Zustände,

z.B. Krebs, Leukämie, Cortison- bzw. Zytostatika-Therapie; akute Erkrankungen

und Infektionen (Infektionsgefahr für Tier, Weitergabe an andere

Patienten durch das Tier, Verschlimmerung der Infektion des Patienten).

16. Zimmer von Menschen mit psychischen Erkrankungen, z.B. akute psychotische

Dekompensation; Hundephobie. Ausnahmen sind hier nach einem sorgfältigen

Abwägen der Risiken möglich.

Dazu auch einzusehen sind folgende Internetseiten


§ 36 Infektionsschutzgesetz

BGV C8 UVV Gesundheitsdienst

Biostoff-Verordnung